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Rückblick: „Was Trauer kann“

Trauer ist nicht das Problem – sondern Teil der Lösung: Ein bewegender Abend im DRK Hospiz im Cuxland.

Am 28. Oktober 2025 fand im DRK Hospiz im Cuxland eine Infoveranstaltung zum Thema „Was Trauer kann“ statt. Rund 24 Teilnehmende folgten der Einladung zu einem Abend, der sich dem Thema Trauer auf besondere Weise näherte – offen, differenziert und dialogorientiert.

Die Referentin Dr. Tanja M. Brinkmann, Trauerberaterin, promovierte Soziologin, Sozialpädagogin und Krankenschwester, stellte gleich zu Beginn eine zentrale Perspektive in den Mittelpunkt: Nicht die Trauer ist das Problem, sondern der Verlust – und Trauern ist der Weg, Verluste in das eigene Leben zu integrieren. In ihrem Vortrag machte sie deutlich, dass Trauer viele Ursachen haben kann und weit über den Tod eines Menschen hinausgeht. Auch Abschiede, Veränderungen oder Brüche im Leben können Trauer auslösen

Anschaulich und lebendig führte Dr. Brinkmann durch grundlegende Fragen:

  • Warum und wie trauern wir?
  • Was gehört zu einem Trauerprozess dazu?
  • Was brauchen trauernde Menschen – und was hilft eher nicht?

Mit Bildern, Beispielen und kurzen Mitmach-Elementen wurde deutlich, wie individuell Trauer verläuft, wie unterschiedlich ihre Intensität sein kann und dass sie häufig länger dauert, als wir gesellschaftlich erwarten. Auch die sozialen „Spielregeln“ der Trauer und ihre Auswirkungen auf Trauernde und Begleitende wurden thematisiert

Besonders prägend war die hohe Interaktion: Die Teilnehmenden – viele kannten sich zuvor nicht – kamen miteinander ins Gespräch, tauschten Erfahrungen aus und reflektierten eigene Haltungen. Der Vortrag schuf Raum für Austausch, Nachdenken und Fragen und machte Trauer als menschliche, sinnvolle und begleitbare Erfahrung sichtbar.

Wir danken Dr. Tanja M. Brinkmann herzlich für diesen eindrucksvollen Abend sowie allen Teilnehmenden für ihre Offenheit und ihr Mitwirken. Veranstaltungen wie diese tragen dazu bei, Trauer zu enttabuisieren und ein besseres Verständnis für trauernde Menschen und ihre Bedürfnisse zu fördern – ein Anliegen, das auch im Mittelpunkt unserer Hospizarbeit steht.

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